Herz-Öffnung ist der erste Schritt eines Weges, der Sie darin unterstützt, mit dem göttlichen Ursprung wieder in Verbindung zu treten. Der traditionell im östlich asiatischen Raum verwendete Begriff dafür ist YOGA. Im Westen werden u. a. die Begriffe Unio mystica oder Hochzeit, ganz einfach Rückkehr zum Schöpfer oder spirituelles Erwachen verwendet.
Diese sanfte, natürliche und einfache Methode beginnt damit, sich dem eigenen Herzen zuzuwenden, darin zu verweilen und die Ruhe, den Frieden und die Freude zu fühlen, die das Herz ständig zur Verfügung stellt. Denn:
"Das, was vor uns liegt und
das, was hinter uns liegt,
ist nichts,
verglichen mit dem,
was in uns liegt..."
Obwohl wir wissen, dass das Herz zentrale Bedeutung hat, bleibt die Frage, wie kann ich denn meinem Herzen im täglichen Leben mehr Aufmerksamkeit schenken, der Tag reicht ja oft nicht aus, die vom Kopf geplanten Dinge zu bewältigen.
Der Unterschied zwischen Kopf und Herz ist im Wesentlichen der, dass der Kopf denkt und das Herz fühlt. Da wir den Kopf im täglichen Leben in allererster Linie gebrauchen, ist der Kopf stark, dominant, setzt sich auch gegen Gefühle durch, die vom Herzen kommen.
Dem Gefühl des Herzens - auch Intuition genannt, guter Riecher oder sechster Sinn - wird mehr oder weniger zufällig gefolgt. Die sich daraus ergebende unzweifelhaft richtige Entscheidung wird mit dem Ausruf: "Hab ich es doch gewusst!" bedacht und müsste eigentlich lauten: "Hab ich es doch gefühlt!" Denn:
"Man sieht nur mit dem Herzen gut,
das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
(Antoine de Saint-Exupéry)
Eine gute Verbindung zum Herzen und das Benutzen des Herzens, lässt dieses ganz selbstverständlich stark werden, so dass Kopf und Herz in freundschaftlicher Beziehung leben. Das Herz hat so die Möglichkeit zum Zuge zu kommen und uns mit seinen Fähigkeiten zu beschenken.
Das Herz ist aber auch noch in weiterer Hinsicht von wesentlicher Bedeutung. Es ist nämlich die Verbindungsstelle zwischen Denken und Tun. Die allermeisten Dinge, die wir bewusst in Angriff nehmen, haben wir zuerst eine Weile denkend im Kopf hin und her bewegt. Diese gedanklichen Erwägungen aktivieren Gefühle und wenn das Gefühl zu einer bestimmten Größe angewachsen ist, wird dieses und jenes gedankliche Vorhaben auch in die Tat umgesetzt. So kommt nicht jede Idee oder Vorstellung zur Verwirklichung, wenn aber ein Gedanke zur Tat werden soll, muss er mit dem Herzen bzw. Gefühl verbunden sein.
Deshalb kann die Idee, dass der Mensch seine friedliche Natur entwickelt, ein Leben in Freiheit führt, die Gleichheit des anderen erkennt und brüderlich die Schätze der Erde teilt, nur in die Wirklichkeit treten, wenn das Herz sich dem öffnet und das fühlt - fühlt wie gut sich das anfühlt, wenn alle belebten Wesen in Frieden und Harmonie miteinander leben.
Nun kann man einwenden: "Ein offenes Herz? Oh nein, das hat mir schon erhebliche Nachteile verschafft. Mein Mitgefühl anderen gegenüber, mein großes Herz, ist doch reichlich ausgenutzt worden. Statt Wertschätzung für Großmütigkeit, gab es Geringschätzung, Benachteiligung, etc."
Herz-Öffnung meint hier, das Herz nach innen zur Wahren Quelle zu öffnen und nicht zur Welt der unzähligen positiven und negativen Erscheinungen, die unsere Sinnesorgane ständig aufnehmen. Wir sind gewohnt unser Bewusstsein mit dem Außen zu verbinden und werden je nachdem, was wir wahrnehmen und wie wir das Wahrgenommene für uns interpretieren, sofort positive oder negative Gefühle entwickeln.
So werden wir als Menschen je nach den Lebensumständen, die sich uns im Außen präsentieren - wozu auch die Wahrnehmung der eigenen Gedanken und des eigenen Körpers gehört - in den positiven und negativen Gefühlen hin und her geworfen.
Ein Herz, das dauerhaft zur Wahren Quelle ausgerichtet ist, hat ununterbrochen Anteil an der aus der Wahren Quelle ewig fließenden, bedingungslosen Liebe, der allumfassenden Weisheit und der Macht der Verwirklichung. So ist das Herz dem Wechsel der Gefühle nicht mehr ausgesetzt, weil es sich dafür nicht mehr empfänglich macht.
Es fragt sich vielleicht, ob das Leben dann nicht fade wird, die süße und bittere Würze des Lebens fehlt? Nein, denn der Genuss des Herzens, gespeist aus der Liebe der Wahren Quelle, ist nicht zu vergleichen mit dem Genuss, der sich aus einer positiven Erfahrung der umgebenden Welt ergibt, so schnell vergänglich ist und sogar in sein Gegenteil kippen kann.
Durch die Hinwendung des fühlenden Herzens an die Quelle der Wahrheit kann der Mensch überhaupt erst unvoreingenommen erkennen, dass die Welt der Erscheinungen für ihn - egal ob positiv oder negativ wahrgenommen - genau so bereitet ist, wie die Wahre Quelle dieses in ihrer unendlichen Weisheit verfügt hat. So erschließt sich dem Herzen der Sinn des ewigen Auf und Ab im eigenen Schicksal.
"Deine Vision wird nur klar werden,
wenn Du in dein Herz schaust.
Wer nach draußen sieht, träumt.
Wer nach innen schaut, erwacht."
(C. G. Jung)
Der Begriff Wahre Quelle bezeichnet die Quelle unseres Wahren Selbst, aus der wir ununterbrochen leben können, wenn wir ihr zugewendet sind. Für "Wahres Selbst" steht auch die Terminologie Höheres Selbst, Gottesfunke oder Ewigkeitskern. Der verwendete Begriff "Wahre Quelle" wird vom Begründer der Herz-Öffnung verwendet und ist überkonfessionell zu verstehen, er steht für all die unterschiedlichen Namen, die die Völker dem Höchsten geben, wie Gott, Jehova, Allah, Brahma, Tao, supramentales Licht, Großer Geist, u.a.
Die Wahrheit liegt im Herzen und nicht im Kopf. Die Wahrheit wird also intuitiv wahrgenommen oder gefühlt und nicht gedacht. Der Kopf kann denkend immer nur eine Seite begreifen und ist mit ihr identifiziert, bis er merkt, dass die andere Seite auch ihre Vorzüge hat und bleibt im ewigen Hin und Her des Abwägens, ohne eine eindeutige Entscheidung vom Kopf treffen zu können.
Trotzdem treffen wir ja ununterbrochen Entscheidungen, bleiben aber in vielen Dingen doch im Zweifel, ob wir richtig entschieden haben. Aber:
"Es gibt ein Licht,
das ist strahlender als alle Dinge auf Erden,
strahlender als wir alle,
sogar strahlender als das Licht im höchsten Himmel -
das ist das Licht in unserem Herzen."
(Chandogya Upanishaden 3.13.7)
Wenden wir uns dem Herzen also zu und öffnen wir unser Herz, treffen wir auf dieses Licht, das Licht der wahren Erkenntnis, und können ohne Zweifel das Herz als Kompass nehmen, der uns sicher führt. Der Schlüssel unserer Verbindung zur Wahren Quelle ist also das Herz. Der Mensch, der sein Herz dauerhaft zur Wahren Quelle ausgerichtet hat, erfährt all die Segnungen, die aus der Wahren Quelle fließen.
Nun bleibt die Frage, wie das praktisch geschehen kann. Die mögliche Schwierigkeit der Herz-Öffnung liegt einzig in dem Zweifel, dass es so einfach gehen könnte. Wir haben über die Jahrtausende mehr oder weniger komplizierte Konzepte und Methoden erfahren, die es dem Menschen schwer machen, wieder die vollständige Verbindung zu seinem wahren Ursprung zu knüpfen. Von den wenigen bekannten Erleuchteten oder Heiligen denken wir, dass sie vorbildlich geschafft haben, was sich die meisten von uns erträumen.
Abgesehen von einigen wenigen nötigen Detailinformationen, geschieht die Herzöffnung hier, von jedem theoretischen Überbau befreit, durch stufenweise angeordnete Übungen, die von der Herzwahrnehmung, zur Herzöffnung und dem immer längeren genussvollen Verweilen im Herzen gehen. Denn:
"Blickst Du in Dein Inneres,
findest Du da drinnen die Quelle des Guten,
die niemals aufhört zu sprudeln,
solange Du nicht aufhörst nachzugraben."
Im Rahmen von Wochenendseminaren wird der Zugang zum Herzen befreit und in vielen kleinen Übungsschritten so oft gegangen, dass der Weg zum Herzen nicht mehr verfehlt werden kann. Dabei gibt es keine Vorbedingung für die Teilnahme an den Herz-Öffnungs-Workshops. Unabhängig von den verschiedenen Glaubensrichtungen wendet man sich dem eigenen Herzen zu und beginnt es zu genießen, bleibt dabei in seiner eigenen Glaubenspraxis oder behält seinen Nichtglauben. Menschen, die bereits eine Meditationsmethode ausüben, werden eine Intensivierung ihrer Praxis erfahren, weil sie nun stärker mit dem Herzen verbunden sind. Und Menschen, die noch keinerlei Meditationserfahrung haben, finden genauso leicht ihr Herz.
Fünf aufeinander aufbauende Level führen zum Workshop "Inneres Herz" und werden im Folgenden kurz aufgezeigt:
"Das Herz ist sehr speziell.
Niemand, außer dir, ist in der Lage,
dein Herz zu verunreinigen.
Niemand, außer dem Schöpfer,
kann unser Herz bereinigen.
Deshalb habe keine Angst,
dein Herz unserem Schöpfer zu öffnen."
(Irmansyah Effendi)